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Ich bin nach wie vor in meinen Praxen vor Ort anwesend, bei Bedarf kann aber auch gerne ein Online-Termin vereinbart werden.

PSYCHOTHERAPIE

Gerade wenn man noch keine Erfahrung mit Psychotherapie gemacht hat, fällt es oft schwer einzuschätzen, wann es sinnvoll ist, einen Psychotherapeuten/eine Psychotherapeutin aufzusuchen. Möglicherweise stellen Sie sich die Frage, ob das Problem "gravierend" genug ist für eine Psychotherapie. Vielleicht reden aber Freunde und Verwandte auch bereits seit längerem hartnäckig auf Sie ein, endlich eine Psychotherapie zu beginnen, Sie selbst haben aber trotz wiederkehrender Tiefphasen das Gefühl, es auch alleine zu schaffen. Aber bereits diese beiden Faktoren können wichtige Hinweise darauf sein, dass es sinnvoll sein könnte, ein Erstgespräch mit einem Psychotherapeuten/einer Psychotherapeutin zu vereinbaren. 

Gründe eine Psychotherapie zu beginnen können unter anderem sein:

  • akute Krisen (z. B. ausgelöst durch schwere Krankheit, Tod einer nahen Person oder eines geliebten Haustieres, Arbeitslosigkeit, Trennung, Unfall, Geburt eines Kindes oder sonstige einschneidende Lebensereignisse)

  • anhaltende Schmerzen, Schlafstörungen, Schwindel, Druckgefühl oder andere körperlichen Beschwerden für die medizinisch keine körperliche Ursache festgestellt werden kann

  • Ängste oder Panikattacken

  • das Gefühl, dass alles zu viel ist

  • das Gefühl von Antriebslosigkeit und Lustlosigkeit

  • plagende Gedanken, über die man jedoch nicht wagt, mit jemandem zu sprechen (Scham-, Schuldgefühle, Hassgefühle etc.)

  • der Wunsch, sich selbst besser kennenzulernen

  • wiederkehrende Probleme und Muster

  • anhaltende innere Unruhe, Reizbarkeit, Konzentrationsschwäche etc.

  • das Gefühl seit längerer Zeit nur mehr mit Aufputsch-, Schlaf-, oder Beruhigungsmitteln zu funktionieren

  • das Gefühl in einer Situation festzustecken

  • zwanghaftes Verhalten (z. B. Waschen, Wiederholungszwänge, zwanghaftes Grübeln etc.)

  • eine belastende Beziehung

  • ...

Warum Psychotherapie, wenn ich auch mit Freund(inn)en und Familienangehörigen über meine Probleme sprechen kann?

Wenn Sie einmal in Ruhe darüber nachdenken, bei wem Sie sich am wohlsten fühlen, über Ihre Gefühle, Gedanken und Verhaltensweise zu sprechen, dann werden Sie vermutlich bemerken, dass Ihnen diejenige Person in den Sinn kommt, von der Sie sich am wenigsten bewertet und verurteilt und am meisten verstanden fühlen. Wir alle kennen es zu Genüge, uns "falsch", schlecht" und nicht gut genug zu fühlen. Die meisten unserer Freund(inn)en und Verwandten wollen (hoffentlich) das beste für uns, bemerken jedoch nicht, dass sie bei allen gut gemeinten Ratschlägen eigene Gefühle, Wünsche, Meinungen und Motive (...) auf uns projizieren und wir uns daher nach einem Gespräch, in dem wir uns geöffnet haben, oft noch schlechter fühlen als zuvor. Sätze, die dabei oft fallen sind zum Beispiel "Du darfst dich nicht immer so hineinsteigern.", "Du nimmst das immer so persönlich.", "Das muss dir einfach egal sein." 

Einige von uns haben in ihrem Leben diesen einen Freund oder diese eine Freundin, von der sie sich nicht bewertet fühlen, die wirklich versucht sie zu verstehen. Doch viele Menschen sehen sich gezwungen in ihrem Leben unterschiedliche Masken aufzusetzen (und damit meine ich nicht die berühmte FFP2-Maske), um anderen gegenüber nicht unangenehm aufzufallen und den Schein zu wahren, alles sei in bester Ordnung. Nicht selten begleiten uns diese Masken bereits seit einem Großteil unseres Lebens. Eine psychotherapeutische Beziehung soll Ihnen die Möglichkeit geben,  in einem professionellen Rahmen die Erfahrung zu machen, wie gut es tut, nicht bewertet zu werden und sich somit gefahrlos auf die Reise zu Ihrem "originalen Ich" zu machen.

Personzentrierte Psychotherapie

In Österreich sind viele unterschiedliche Therapierichtungen zugelassen. Dadurch erscheint es neben der Wahl des richtigen Zeitpunktes auch schwierig, sich für eine Richtung  zu entscheiden. Ich selbst bin der Meinung, dass die Passung zwischen Klient(in) und Therapeut(in) wesentlicher ist, als die Therapierichtung. Doch ebenso überzeugt bin ich von der Personzentrierten Psychotherapie, da sie meiner Haltung Menschen gegenüber zutiefst entspricht.

 

Der Personzentrierte Ansatz wurde von dem Psychologen und Psychotherapeuten Carl Rogers (1902-1987) entwickelt und geht von einer jedem Menschen innewohnenden Selbstverwirklichungs- und Vervollkommnungstendenz aus, die unter sicheren Umgebungsbedingungen - wie sie in einer Psychotherapie gegeben sein sollten - zu einer Weiterentwicklung und Reifung der Persönlichkeit führt. Sie selbst bleiben dabei aber immer Experte bzw. Expertin für sich und Ihr Leben. Der Therapeut/die Therapeutin soll für Sie ein Gegenüber mit Empathievermögen, bedingungsloser Wertschätzung und Authentizität sein. Alles in allem betrachtet die Personzentrierte Psychotherapie also die Beziehung zwischen Klient(in) und Therapeut(in) als wichtigsten Faktor, um dem/der Klient(in) persönliches Wachstum und einen positiven Umgang mit Krisen zu ermöglichen.

 
 

Verschwiegenheitspflicht

Psychotherapeuten und Psychotherpeutinnen unterliegen lauf §15 des österreichischen Psychotherapiegesetzes einer absoluten Verschwiegenheitspflicht. Diese bleibt auch nach dem Ende einer Psychotherapie aufrecht.

 

Dauer und Kosten

Eine Einheit dauert 50 min und kostet 90. Sollten Sie sich momentan aber in einer schwierigen finanziellen Situation befinden, können wir gerne über einen Sozialtarif sprechen. Die Einheiten finden idealerweise wöchentlich statt, je nach Bedarf kann aber auch ein anderer Rhythmus vereinbart werden. Das Erstgespräch soll dem gegenseitigen Kennenlernen und dem Klären von organisatorischen Dingen dienen und verpflichtet nicht zum Beginn einer Therapie. Die Kosten dafür belaufen sich auf 45€, Dauer ebenfalls 50 min.

Ein Kostenzuschuss durch die österreichischen Sozialversicherungsträger ist möglich (ÖGK derzeit 28€, BVAEB und SVS 40€ , alle anderen Kassen zwischen 21,80 und 60,00€ pro Einheit). Um diesen zu beantragen, muss spätestens vor der zweiten Sitzung - also nach dem Erstgespräch - eine "Bestätigung der ärztlichen Untersuchung bei Inanspruchnahme einer psychotherapeutischen Behandlung" (vom Allgemeinmediziner oder Facharzt) eingeholt werden. Dies gilt für Kinder und Jugendliche ebenso wie für Erwachsene. Nähere Informationen dazu finden sich z.B. unter https://www.gesundheitskasse.at.

Sollten Sie eine private Krankenversicherung haben und dort eine gewisse Jahreshöchstsumme an Psychotherapie mitversichert sein, ist es möglich, den restlichen Betrag dort einzureichen.

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